Auszeit in Australien

Mein work and travel Aufenthalt

Übersichtskarte

Neuseeland

Samstag, 11.07.2015

Hey Leute,

nach 10 Monaten (und einem Tag) hieß es „Bye bye Australien und Hallo Neuseeland!“ Und obwohl ich mich auf die Weiterreise freute, war es schwer von dem Land Abschied zu nehmen, dass die letzten 10 Monate mein zu Hause war. Allerdings war das alles schnell vergessen, da mich hier irgendwie vieles an Deutschland (oder vielleicht eher Österreich) erinnert. Und: es ist wahnsinnig grün!

Die ersten Tage habe ich in Christchurch verbracht und mich am Sightseeing versucht. Mit wenig Erfolg… denn vor einigen Jahren gab es ein heftiges Erdbeben, das Einiges zerstört hat. Allerdings haben sie einen wunderschönen botanischen Garten, in dem ich viel Zeit verbracht hab. Natürlich in so ziemlich alles eingepackt, was ich an Sachen mithabe, da es hier etwas kälter ist. Meine Busreise begann an einem Donnerstag, Außentemperatur: -4°C. Nach Ankunft in der nächsten Stadt (Kaikoura) wurde uns doch tatsächlich Schwimmen mit Delfinen angeboten. Bei -4°C! Da es mir nicht nur zu kalt, sondern auch zu teuer war, habe ich mich für die Seelöwenbeobachtung entschieden. Das war ziemlich cool! Die Tage danach ist nicht wirklich viel passiert. Wir haben nur einen neuen Busfahrer bekommen, beeindruckende Landschaften gesehen und ich hab ab und an mit neunen Freunden (hauptsächlich Engländern… also rede ich endlich mal viel Englisch) gekocht oder Karten gespielt. Am Franz Josef Gletscher habe ich mir einen Traum erfüllt und bin mit einem Helikopter  auf den Gletscher geflogen um dort eine Wanderung mitzumachen. Wir hatten echt Glück mit dem Wetter und es war wärmer als ich dachte, aber an den Umgang mit den Spikes an den Stiefeln musste man sich erst gewöhnen. Dann gab es dort noch so coole Sachen wie Hot Pools und ein Pizza Fest.  Danach ging es recht zügig weiter nach Queenstown, von wo aus ich einen Tagesausflug nach Milford Sound eingeschoben hab. Obwohl ich an diesem Tag viel im Bus saß, hat es sich gelohnt. Die Landschaft war einfach atemberaubend. Der nächste Stopp hieß Lake Tekapo. Ein wunderschöner See mit schneeweißen Bergen im Hintergrund. Dort hat es mir wirklich gut gefallen, vor allem da irgendwie so eine weihnachtliche Stimmung herrschte, durch die kalte Luft, den Schnee und den (fröhlich vor sich hin flackernden) Kamin im Hostel. Nachdem wir Lake Tekapo verlassen hatten, dauerte es nicht mehr lange, bis wir auf die Nordinsel übersetzten. Da ich hier nur drei große Städte (Wellington, Taupo und Auckland) besucht habe und kein Hobbit-Fan bin, finde ich die Südinsel schöner…. Aber ich habe gestern zum ersten Mal einen Kiwi-Bird (Kiwivogel) gesehen. Zwar nicht in freier Wildbahn, sondern in einer Auffangstation, aber immerhin. Und sie sehen wirklich so aus, wie auf Postkarten oder im Fernsehen. Ein großer Federball mit Schnabel und 2 kräftigen Beinen. Fotos durften leider nicht gemacht werden.

Seit gestern Abend bin ich in Auckland… was das Ende meiner Reise bedeutet. Da ich mein Herz bereits an Australien verloren habe, fällt es mir bisher nicht wirklich schwer von Neuseeland Abschied zu nehmen. Außerdem freue ich mich auf den Sommer zu Hause! Der Abschied von meiner Auszeit, der Freiheit und Ungezwungenheit und den nicht existierenden Pflichten hingegen ist richtig schwer. Gleichzeitig freue ich mich unendlich auf meine Familie und Freunde. Ich bin ursprünglich nach Australien gegangen um aus meinem Alltag zu Hause auszubrechen und meine Reiselust zu befriedigen. Leider hat es das Gegenteil bewirkt… ich plane im Kopf schon meine nächste große Reise. Aber zuerst heißt es mal nach Hause kommen und ein bisschen studieren, um die Vorträge über „was sinnvolles mit seinem Leben anfangen“ zu vermeiden. Und irgendwann, in ein paar Jahren, wenn ich wieder genug Geld habe, werde ich tun wonach ich süchtig geworden bin. Reisen!

LG und bis bald, Linda

Kirche in Christchurch Franz Josef Gletscher Milford Sound

Bildernachtrag

Samstag, 11.07.2015

Bis bald, Australien!

Montag, 22.06.2015

Hey Leute,

der letzte Tag in Australien neigt sich dem Ende... Nach 10 Monaten (und einem Tag ) muss ich mich von diesem wunderschönen Land verabschieden. Loslassen ist nur leider immer so schwer, vor allem nach einer so langen und schönen Zeit. Clara verlässt ebenfalls morgen früh Australien und ich bin mir sicher das sie schon eine Liste angelegt hat (zumindest im Kopf), mit welchen Filmen sie sich die Zeit im Flugzeug vertreibt.  Im Gegensatz zu mir fliegt sie allerdings direkt nach Hause. Mein nächster Stop heißt: Neuseeland. Dort sind noch 3 Wochen Urlaub von dem Stress hier geplant, bevor auch ich mich wieder in die Realität begeben muss.

Die letzten Wochen waren ziemlich vollgestopft mit Sachen wie Auto verkaufen, Bankangelegenheiten regeln, einem Jillaroo (australische Cowgirls) Kurs, dem Sydney Harbour Bridge Climb, Bewerbungen und vielem mehr.

Der Jillaroo Kurs war genial. Sein Geld auf jeden fall wert! Den ganzen Tag auf Pferden verbringen und abends mit einem Kängurubaby unter der Jacke um das Lagerfeuer sitzen, kann ja nur super sein, oder? Trotz ziemlich viel regen war das eine meiner besten Wochen bisher. Mein Pferd hieß Mahoo und er war echt klasse. Manchmal ein bisschen auf Stress aus (buckeln und Ausschlagen konnten schon mal vorkommen), aber ich kam gut mit ihm klar. Die krassesten Erlebnisse meiner Woche auf der Farm waren: beim töten eines Schafes zuzuschauen und auf Mahoo einen komplett durchweichten Hang vorwärts runterzurutschen und inständig zu hoffen, dass er nicht fällt und sich überschlägt. Das Beste: die Pferde, das Reiten, die anderen Tiere, dass ich den Lasso-Wettbewerb gewonnen hab, das Lagerfeuer, die Menschen, die Farmatmosphäre, die Hüte und das Essen (unser Koch war genial!). Wenn ich noch Zeit gehabt hätte, wäre ich auf jeden fall länger geblieben.

LG und bis bald, Linda

(Sorry, aber das Internet ist hier schrecklich, kann deshalb keine Bilder hochladen. Kommen vielleicht nächstes Mal noch ein paar.)

Touri-Programm Ostküste

Samstag, 30.05.2015

Hey Leute,

ich habe einen Fallschirmsprung gemacht! Es war wahnsinn.  Man fällt langsamer, als ich erwartet hatte und der Luftwiederstand ist krass. Ich bin froh und stolz es gemacht zu haben, weiß aber nicht, ob ich es nochmal machen würde.

Die letzten zwei Tage und Nächte waren wir auf einem Boot im Whitsunday Island NP unterwegs. Trotz Seegang war der Trip super! Die Crew bestand aus 4 Männern die richtig gut drauf waren (besonders wenn sie zu viert halb nackt  in der Küche standen, abgewaschen haben und lautstark zu irgendwelchen Liedern gesungen haben). Während der Fahrt waren wir öfters schnorcheln, sind gerutscht und haben versucht mit Standup Paddel Boards zu fahren. Alles in allem war es ein sehr schöner und spaßiger Ausflug, den ich jederzeit wieder machen würde.

Hier die Bilder der letzten Zeit:

Daintree NP

LG und bis bald,

Linda

Von Exmouth nach Cairns

Donnerstag, 21.05.2015

Hey Leute,

mir ist gerade aufgefallen, dass mein letzter Blogeintrag von Exmouth und der Whalesharktour handelt. Da ich allerdings nicht wirklich Lust habe die gesamte Strecke von Exmouth nach Cairns (ist nämlich doch ein ganzes Stück ) ausführlich zu beschreiben, hier nur die Highlights.

Wir waren einige Tage in Broome und haben die Zeit mit nichts-tun verbracht (ist bei 35°C im Schatten eine super Strategie). Danach ging´s recht zügig nach Darwin, mit einem (leider viel zu kurzen) Zwischenstopp im Litchfield National Park. Dort war es wirklich schön und ich habe es echt bereut, dass wir dort nur so wenig Zeit hatten. Darwin war einfach nur wahnsinnig schwül-warm, was echt unangenehm war. Auf dem Weg nach Cairns haben wir noch eine Nacht im Kakadu National Park verbracht und zuvor waren wir auf einer Krokodiltour. Die war echt klasse.

Jetzt sind wir schon einige Zeit in Cairns und genießen das Wetter. Gestern waren wir im Great Barrier Reef schnorcheln und haben einen Hai, Schildkröten, Nemos (leider nur schwarze) und vieles anderes gesehen. Morgen früh fahren wir nach in den Daintree National Park, bevor es nach Mission Beach geht.

Litchfield NP Kakadu NP Campen neben einem Bushbrand... Great Barrier Reef Hai! :D schwarze Clownfische grüne Meeresschildkröte ;)

LG und bis bald,

Linda

Wahleshark-Tour! :D

Mittwoch, 06.05.2015

Hey Leute,

ich war mit Walhaien tauchen!!! Es war klasse. Allerdings wurde unsere Tour um 3 Tage nach hinten verschoben, da in Exmouth 2 Tage vorher ein Zyklon gewütet hat. Die Straßen waren noch etwas überflutet, Straßenschilder waren umgerissen, die Tankstellen waren hinüber und teilweise fehlte immer mal ein Stückchen Straße. Leider war auch das Boot beschädigt worden, weshalb es zu der Verzögerung kam. Wir haben uns da Weile die Zeit im National Park vertrieben und die Sonne genossen.

Am Mittwoch war es endlich so weit, wir sind raus gefahren. Insgesamt sind wir mit 5 Walhaien und einem Mantra Rochen geschwommen.  Dann haben wir noch 8 Mantra Rochen und einen Tigerhai gesehen. Die Crew ist mega enthusiastisch mit dem Hai ins Wasser gesprungen, aber der Hai hatte keine Lust auf sie und ist abgedampft.  Nachmittags haben wir dann noch eine Pause für den zweiten Schnorchelgang gemacht, die Aussicht genossen, sind vom Dach des Bootes gesprungen und haben uns gesonnt.

Die Walhaie waren leider alle nicht so groß, der größte war 7m (sie können bis zu 12m lang werden), aber trotzdem war es wirklich krass mit ihnen zu schwimmen.  Alles in allem bin ich echt froh es gemacht zu haben und wahnsinnig stolz, dass ich es geschafft habe mir einen großen Traum zu erfüllen. Und dieses Jahr stehen noch ein paar an!

Ach ja und wie heißt es so schön? Bilder sagen mehr als tausend Worte!

der Walhai mochte uns irgendwie... ;) Sonne genießen :D

LG und bis bald,

Linda

Monkey Mia

Freitag, 01.05.2015

Hey Leute,

nachdem wir es am Dienstag endlich nach Rottnest Island geschafft hatten, dort ein wenig schnorcheln waren und die berühmten Quokkas persönlich kennen lernen durften (sie waren nicht wirklich scheu), ging´s am Abend auf den nächsten Campingplatz außerhalb von Perth. Mittwoch und Donnerstag sind wir endlich wieder etwas vorwärts gekommen, waren jeden Tag (trotz Haien) im Meer baden und haben mit Fliegen und Moskitos gekämpft.  Außerdem waren wir noch in zwei Nationalparks, haben eine Nacht auf einem kostenlosen Campingplatz direkt am Strand verbracht und sind schließlich in Monkey Mia angekommen, wo wir uns für zwei Nächte in ein Resort einquartiert haben. Heute Morgen fand unsere erste Delfinbegegnung statt. Die Delfine kommen jeden Morgen zwischen 7.45 und 12 Uhr zum Strand um sich ein paar Fische abzuholen. Wie wir in der 30 minütigen Begegnung erfahren haben, bekommen sie seit ein paar Jahren nur noch sehr wenig Fische, da die Mütter ihren Kälbern früher das Jagen nicht mehr beigebracht haben, weil sie von den Ranger genug Fisch bekamen. Deshalb sind damals fast alle Jungtiere gestorben. Inzwischen überleben von 17 Kälbern 15, was der Durchschnitt (auch bei Jungtieren, die nicht an den Strand kommen) ist. Wir standen während dieser Erläuterungen etwa 20cm tief im Wasser in einer Linie und haben die Delfine, die gejagt und miteinander gespielt haben, beobachtet. Ab und zu schwammen auf mal einer oder zwei an uns vorbei und haben sich dabei auf die Seite kippen lassen um uns in Ruhe zu betrachten (wenn ein Delfin normal im Wasser schwimmt sieht er nicht wirklich, was über Wasser ist, deshalb lassen sie sich etwas zur Seite kippen, um uns zu sehen ). Am Ende sind alle gleichzeitig aus dem Wasser gegangen (also die Menschen) und die Ranger haben sich jeder mit einem Eimer bewaffnet ins Wasser gestellt und je einen Delfin (mit freiwilligen Helfern) gefüttert. Am Anfang waren nur 3 Delfine da, aber zum Schluss hatten wir Besuch von 5 Weibchen und einem Männchen (männliche Delfine kommen nur sehr selten an den Strand), was definitiv mehr war, als wir erwartet hatten. Von diesen Delfinerfahrungen gibt es bis zu drei an einem Tag, aber nur, wenn die Delfine Lust darauf haben und auftauchen. Mir hat das alles sehr gut gefallen, da ich ein ziemlicher Delfinfan bin. In der Zeit in der wir im Wasser standen tauchten zwischendurch auch noch zwei Meeresschildkröten (waren leider nur schlecht zu sehen) und ein Hai auf. Das war ein Gejubel, als er erschien, dass kann man sich nicht vorstellen.  Zum Essen ist er allerdings nicht geblieben….

Wir sind danach in die Stadt hier in der Nähe (etwa 50km entfernt) gefahren und haben uns dort ein wenig umgesehen. Der Nationalpark um die Ecke (fängt ungefähr 1km nördlich von uns an) ist leider fast ausschließlich mit Allradwagen zu befahren, was unser Bobby ja nicht ist. Morgen wollen wir nach den Delfinen weiter Richtung Norden fahren. Das Ziel für morgen Abend lautet Exmouth, wo wir am Sonntag Walhaitauchen auf dem Plan stehen haben. Danach geht´s hoch bis nach Darwin, wo die Fliegenplage (herrscht seit inzwischen 5 Wochen in Western Australia und so schlimm soll es noch nie gewesen sein) angeblich ein Ende haben soll. Endlich keine Fliegen mehr, die versuchen dir in Augen, Mund, Nase und Ohren zu fliegen (bei ein oder zwei geht das ja noch, aber wenn es dann um die 30 auf einmal sind, ist es doch recht lästig )!

LG und bis bald,

Linda

Quokka Pinnacles Mutter mit 2,5 jährigem Kalb ich hab ihn mindestens genauso eingehend betrachtet, wie er mich... ;)

Von Sydney nach Perth in sieben Tagen

Montag, 27.04.2015

Hey Leute,

wir haben´s geschafft! Die erste Etappe mit Bobby lief erstaunlich gut und wir sind am Freitag heil in Perth angekommen. Die ersten zwei Tage nach unserem Start in Sydney sind Clara und ich allein gereist, bevor wir in Adelaide zwei Freunde (die wir in Devonport beim Arbeiten kennen gelernt haben) aufgesammelt haben und die nächsten fünf Tage mit ihnen bis nach Perth gereist sind.

Mein bisheriger Eindruck? Ich denke wir kommen klar und schaffen es uns mit den Platzproblemen im Auto und dem Zeitdruck zu arrangieren und eine schöne Zeit zu haben.  Ich freue mich auf die Weiterfahrt, da wir uns dann endlich Richtung Norden bewegen, wo es definitiv wärmer ist. Bisher hatten wir nur ein paar kleine Problemchen zu bewältigen, die alle irgendwie immer mit Bobby zusammenhingen. Am zweiten Morgen ist er nicht angesprungen und wir waren überglücklich, als wir nach etwa einer Stunde in der Kälte endlich jemanden gefunden hatten, der uns Starthilfe geben konnte. Dann sind wir direkt zur Werkstatt gefahren und haben jetzt eine nagelneue Batterie. Danach ging´s zur nächsten Werkstatt, da wir noch einen Service machen lassen mussten und hofften, dass irgendjemand den kaputten Sitz auf der Rückbank reparieren konnte. In einer kleineren Werkstatt, die ganz bestimmt nicht für Luxusschlitten ausgelegt war, hatten wir mal wieder Glück.  Der mindestens 60jährige Chef konnte uns beides noch an diesem Tag und für einen annehmbaren Preis machen. Da die ganzen Problemchen insgesamt doch länger gedauert hatten, als geplant, sind wir am Abend mit unseren Freunden (der Rücksitz funktionierte wieder) nur noch ein Stück aus Adelaide raus gefahren um irgendwo kostenlos zu campen. Ansonsten haben wir uns nur einmal verfahren und ab und an einen Umweg gemacht, da wir was Bestimmtes sehen wollten oder nur auf der Suche nach einer Dusche waren.  Was mich wirklich überrascht hat (obwohl ich eigentlich damit hätte rechnen müssen) war, dass man absolut nirgends in den gesamten 7 Tagen die wir gebraucht haben eine Steckdose oder Internet hatte. Obwohl es bei mir nicht so dramatisch ist, da ich (im Gegensatz zu meinen Reisepartnern) nicht andauernd mit dem Handy ins Internet muss um zu checken, ob ich irgendwas Wichtiges verpasse. Sobald wir das ewige Nichts verlassen hatten und wieder in bewohntere Gegenden kamen (da gab´s immerhin alle 50-100km eine Tankstelle) und die drei Herrschaften um mich rum wieder Netz hatten ging das Gejammer los. Naja, bei um die 100 Whatsapp-Nachrichten, die eigentlich alle ziemlich sinnlos sind, kann ich das schon verstehen.  Kurz vor Perth (etwa 350km) haben wir einen kleinen Abstecher zum Wave Rock gemacht. Das war echt cool. Gefährliche Tiere haben wir nicht getroffen (es sei denn eine Horde Mäuse, die unseren Freunden das Zelt kaputtgemacht haben um an den Toast zu kommen, der drin lag und Moskitos zählen dazu), aber dafür konnte man jeden Abend den wahnsinnig schönen Sternenhimmel und die Milchstraße bewundern.  Die Ankunft in Perth war nach der Zeit im Nichts (mit nur einer Straße und so wenigen Autos, dass man jedem der einem entgegen kommt (max. alle 1-2h) freundlich grüßt) wie ein Schlag ins Gesicht. Obwohl Perth eine wunderschöne Stadt ist, hat sie uns doch zu Anfang ziemlich überfordert. Inzwischen sind wir seit 3 Tagen hier und haben uns wieder an die Enge, den Gestank, die Lautstärke und die vielen Menschen gewöhnt. Die ganzen Parks hier verschönern die Stadt um einiges und es kommt einem nicht alles so extrem großstadtmäßig vor, sondern sieht eigentlich wirklich schön aus. Morgen wollen wir nach Rottnest Island und am Abend verlassen wir Perth Richtung Norden, um unsere Australien-Umrundung fortzusetzen.

LG und bis bald,

Linda

verfahren ist schwer, aber nicht unmöglich! ;) die Südküste Sonnenaufgang :D Wave Rock

Der neue Mann in unserem Leben

Freitag, 17.04.2015

Hey Leute,

wir waren mit unserer Autosuche doch noch erfolgreich und heißen nun Bobby in unserer kleinen Familie willkommen.  Er ist ein Holden Commodore Wagon von 1998. Nachdem wir ihn gestern auf meinen Namen (da ich älter bin/ mehr Fahrerfahrung habe und so die Versicherung billiger wird) umgemeldet haben, ging´s daran die Rego (TÜV in Deutschland) zu verlängern. Dazu benötigt man einen Green Slip (Versicherung), einen Pink Slip (eine Bescheinigung vom Mechaniker, dass alles in Ordnung ist) und eine Kreditkarte. Der Green Slip war am einfachsten zu besorgen (und am teuersten). Das haben wir gestern gleich noch gemacht und saßen dann in einem superschicken Büro, mit einem asiatischen Angestellten, der in Tasmanien auf die Uni gegangen ist. Danach haben wir uns mit Bobby direkt auf den Weg zum nächstbesten Mechaniker gemacht. Er hatte eine sehr volle Werkstatt und leider keine Zeit. Nachdem wir mehrere abgeklappert hatten, haben wir einen gefunden, der uns einen Termin für heute geben konnte. Also sind wir heute Morgen nochmal dort hingefahren und haben ihm das Auto für etwa 20min da gelassen. Als wir von unserem kleinen Spaziergang zurück waren, meinte er, dass sehr viel repariert werden müsste, damit er uns den Pink Slip ausstellen könne. Außerdem hatte er nicht vor nächster Woche Mittwoch Zeit dafür. Also sind wir einmal quer über die Straße gegangen und haben bei Terry (dem Chef von Just Cars, der irgendwie gruselig war) nachgefragt. Zuerst hieß es, dass er keine Zeit habe, aber nachdem wir ihm das Problem erklärt hatten und ein paar Mal nett gelächelt hatten, meinte er, er macht es uns. Derweil haben wir in einem Taxback Office unsere Steuererklärung gemacht und uns danach auf den Rückweg zu Terry begeben. Dort angekommen, lief Bobby wieder super und wir mussten nur etwa 330$ da lassen , statt wie angenommen 800 bis 1000$ (so viel hätte der andere Mechaniker gewollt). Und wieder hat sich unsere Meinung von Nobelschuppen und richtigen Mechaniker bestätigt. Mit einem Backpackerauto kannst du einfach nicht zu einem Mechaniker, bei dem eigentlich nur nagelneue Porsche rumstehen, fahren.

Nun steht unserem großen Abenteuer (die Fahrt von Sydney (über Adelaide, Perth, Exmouth, Darwin, Cairns) nach Sydney) eigentlich nichts mehr im Weg. Wir müssen nur noch eine extra Versicherung abschließen (falls wir ein teures Auto anfahren oder so), aber heute hatte die Bank (bei der es am billigsten ist) leider schon zu und uns um den einen kaputten Rücksitz kümmern (Terry hatte leider keine Zeit mehr). Aber damit beschäftigen wir uns in Adelaide.

Morgenfrüh geht´s endlich los! (Also bitte nicht böse sein, falls ich mich mal eine Weile nicht melde, da wir wahrscheinlich auf den Campingplätzen, eher selten WiFi haben werden. )

LG und bis bald,

Linda

PS: Bilder folgen noch, da ich bisher noch keine Zeit hatte ein paar Fotos von Bobby zu schießen.

Zurück in Sydney

Mittwoch, 15.04.2015

In Sydney angekommen, haben wir ewig auf den Airportshuttle vom Hostel gewartet. Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben, als er doch noch kam. Eine Stunde zu spät! Das ist selbst für Australien ziemlich viel. Ich war ziemlich überrascht, wie vertraut mir die Stadt vorkam… es ist ja doch schon ganz schön lange her, seit wir das letzte Mal hier waren.  Wir wohnen diesmal in einem anderen Hostel, da es bei unserem alten keinen Airportshuttle gab und wir keine Lust darauf hatten schon wieder die Bahn zu nehmen (ist außerdem echt teuer). Im Hostel angekommen, hat es nochmal eine halbe Ewigkeit gedauert, bevor sich jemand an der Rezeption sehen ließ und wir einchecken konnten. Als auch das geschafft war, ging´s endlich in unser Zimmer. Der 4er Dorm, war definitiv eine deutliche Verbesserung, zu dem 10er Dorm in Hobart. Wesentlich später, als gedacht konnten wir uns dann endlich auf Autosuche begeben. Das gestaltete sich schwieriger als erwartet, da irgendwie niemand sein Auto verkaufen wollte.  Wir waren auf mehreren Märkten und in Geschäften, aber irgendwie gab es nichts, was in unseren Preisrahmen passte und/ oder den restlichen Ansprüchen entsprach. Auf Grund der Enttäuschungen, beschlossen wir uns unser Lieblingseis hier in Sydney zu gönnen. Leider, wurde der Laden zu gemacht… es gibt aber zum Glück noch den teuren Abklatsch, weshalb wir (für viel Geld) endlich mal wieder ein richtig gutes Eis genießen konnten.  Zurück im Hostel haben wir unsere Mitbewohner kennengelernt. Alex und Daniel aus (welche Überraschung) Deutschland.  Wir sind normalerweise eher genervt, wenn wir an der Ostküste Australiens zum hundertsten Mal Deutsche treffen, aber bei den beiden war es ganz anders. Wir haben uns alle sofort super verstanden, über alles Mögliche gesprochen und hauptsächlich gelacht. Wenn jemand abends in unser Zimmer gekommen wäre, hätte ihn der Anblick von uns bestimmt die Sprache verschlagen. 4 Deutsche sitzen alle in Decken eingekuschelt in einem stockfinsteren Zimmer und starren ganz fasziniert auf einen Laptop und schauen zusammen… (na was wohl?) einen Animationsfilm!  So genießt man eben hier das Backpackerleben!  

Trotz gründlicher Suche (auch via gumtree), hatten wir unser erstes Treffen mit einem möglichen Verkäufer erst am Montag. Baptiste aus Frankreich. Er hat einen Holden Jackaroo für 3900$ zu verkaufen. Das Auto hat uns umgehauen. Es lief wirklich super und ich konnte mir echt gut vorstellen mit diesem Auto durchs Outback zu heizen, aber leider besaß Baptiste keine aktuellen Papiere für die Rego (so was ähnliches wie der TÜV zu Hause) und zum Ummelden.  Deshalb haben wir uns den Holden aus dem Kopf geschlagen und suchen weiter.

LG und bis bald,

Linda

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Autor

Hey ihr Leute von heute, ich bin Linda, habe diese Jahr mein Abi gemacht und möchte (bevor ich mich in das Studentenleben Deutschlands stürze) erwachsen werden, mein Englisch verbessern und Abenteuer erleben. Deshalb habe ich mich für einen Work and Travel Aufenthalt in Australien entschieden. Der Plan ist ca. 9 Monate Australien zu entdecken und mich mit Backpacker - Jobs über Wasser zu halten. Danach geht es noch für 3 bis 4 Wochen nach Neuseeland, bevor ich zurück nach Hause komme. Aber wie sagt man so schön: "Immer wenn der Mensch anfängt seine Zukunft zu planen, fällt im Hintergrund das Schicksal lachend vom Stuhl." Also mal sehen, ob alles so funktioniert, wie ich es mir vorstelle. 

(PS: Ihr könnt gerne meine Blogeinträge kommentieren oder mich über das Kontaktformular anschreiben.)

 

 

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